Eine Neuigkeit von Anwaltskanzlei Baudisch

Ein Unfall muß keine Katastrophe sein

Noch scheint die Sonne, doch schon bald ist es wieder soweit: Winterzeit, Ferienzeit und glatte Straßen – selbst der beste Autofahrer ist bei diesem Wetter vor Unfällen nicht geschützt. Ist der Unfall unverschuldet, scheint die Sache einfach zu sein. Die Haftpflichtversicherung des Gegners muß zahlen. Im Detail wird es dann aber oft doch kompliziert. Der Schaden am Fahrzeug wird ersetzt. Aber lohnt sich im Einzelfall ein Gutachten oder reicht ein Voranschlag aus. Welche Kosten kann man noch geltend machen?
Bei Fragen nach Nutzungsausfall oder Mietwagenkosten verweigern die Versicherer gern die Zahlung und weisen auf besondere Nachweispflichten des Geschädigten hin. Auch die Höhe geltend zu machender Kosten kann durchaus umstritten sein. Genaue Kenntnis der Rechtsprechung ist hier von Vorteil, damit keine Ansprüche verloren gehen.
Gerade in eindeutigen Fällen lohnt oft der Weg zum Anwalt. Auch die Anwaltskosten muß dann nämlich die Versicherung des Anderen voll erstatten. Für eigenen Aufwand, wie Telefongespräche, Fahrt zum Anwalt etc. erkennen die Versicherer darüber hinaus eine Pauschale von 20, - € problemlos an. Höhere Kosten müßten einzeln belegt werden.
Auch in Zweifelsfällen ist es jedoch nicht hoffnungslos, Ansprüche geltend zu machen. Oft muß der Versicherer auch bei eigenem Mitverschulden oder gar Alleinverschulden einen Teil der Schäden tragen. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Unfall für den anderen Autofahrer nicht völlig unvermeidbar war. Dann haftet der Versicherer zumindest für die sogenannte allgemeine Betriebsgefahr des Fahrzeuges. Diese kann selbst bei einem unverschuldeten Unfall bis zu 20% und mehr ausmachen. Im Falle des Mitverschuldens ist eine entsprechende Aufteilung vorzunehmen.
Weitere Probleme ergeben sich, wenn es zu Personenschäden gekommen ist. Die Bemessung des angemessenen Schmerzensgeldes ist oft nicht einfach. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall die Einholung eines Rechtsrates. Die Höhe ist vom Gericht nach seinem Ermessen festzulegen. Sie orientiert sich auch an bisheriger Rechtsprechung. Die Kenntnis solcher Urteile und die Einschätzung der örtlichen Gerichtsbarkeit anhand von Erfahrungswerten kann nur der Anwalt besitzen. In Einzelfällen kommt auch die Geltendmachung weiterer Schadenspositionen, etwa für die Haushaltsführung in Betracht. Aufgewandte Behandlungskosten gehören natürlich ohnehin zu den anrechenbaren Schäden.
Ihr Anwalt wird mit Ihnen in jedem Fall genau alles besprechen und Sie darüber beraten, inwieweit sich eine Geltendmachung lohnt. Auch zur Verschuldensfrage selbst kann der Anwalt nach genauer Sachverhaltsschilderung durch Sie oft schon genaueres sagen.
Allzeit gute und unfallfreie Fahrt wünscht


Markus Baudisch
Rechtsanwalt

Erstellt am 27.10.2006 von

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