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Das Kriegsbeil der Indianer

Das Kriegsbeil der Indianer – oder:
Interkulturelle Kompetenz durch Perspektivwechsel


„Bitte grabe das Kriegsbeil gegen mich erst dann aus, wenn Du einen Tag in meinen Mokassins gewandert bist!“

Diese Indianer-Weisheit will sagen: Versetze Dich erst einmal in meine Lage, bevor Du mich verurteilst! Überlege Dir zuerst, wie es mir geht in meinen Mokassins, die für Dich vielleicht zu groß, zu klein, zu eng, zu weit oder sonst nicht passend sind! Erst danach solltest Du mich angreifen, wenn Du einen Angriff gegen mich dann noch führen willst!

Bei der interkulturellen Kompetenz ist die Indianer-Weisheit der Perspektivwechsel. Man sollte Bereitschaft zeigen, die Beweggründe einer anderen Person wahrzunehmen. Deren Verhalten kann persönliche Gründe haben, es kann situationsbedingt sein; und es kann deshalb eigenartig wirken, weil es auf einem anderen kulturellen Hintergrund basiert. Wenn man eine Situation interpretiert, dann sollte man außer der eigenen Sichtweise stets die Perspektive des Gegenübers mit im Blick haben.

Warum z.B. sieht der fremde Mann mich nicht an? Hat der eine Sehstörung? Findet der meinen Anblick nicht angenehm? Ist er verunsichert? – Nein, weit gefehlt! In manchen Kulturen ist es ein Zeichen von Höflichkeit und Respekt, dass ein Mann eine Frau nicht direkt ansieht, sondern immer so ein bisschen „zur Seite guckt“. In Deutschland wirkt ein solches Verhalten zumindest irritierend.

Der Mann wiederum will höflich sein. Vielleicht steht die Frau in der gesellschaftlichen Hierarchie, die er wahrnimmt, über ihm. Dann will er nur noch mehr höflich sein, fühlt sich aber durch den irritierten Blick der Frau verunsichert.

Welche Kultur „gewinnt“ denn hier?

Gewinnen können beide, wenn die Beteiligten sich die jeweilige Position des Anderen klar machen.

Dem Mann, der aus der „neuen“ Kultur kommt, sollte klar sein bzw. erklärt werden, dass die in Deutschland sozialisierte Frau erwartet, von ihm direkt angesehen zu werden. Die aufgrund des aus ihrer Perspektive „verweigerten“ Blickkontakts verunsicherte Frau sollte wissen, dass dieser Mann sie aus seiner Sicht sehr respektvoll und höflich behandelt.

Wenn beide Perspektiven geklärt sind, haben am Ende beide Beteiligte etwas dazugelernt und können ihr Verhaltensrepertoire erweitern.

Erstellt am 29.03.2018 von

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