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Das arabische Telefon

Das arabische Telefon

Wie funktioniert Kommunikation im transkulturellen Kontext? – Das ist ganz einfach: In Zeiten der Mobiltelefone fanden viele Tausende von Menschen aus arabischsprachigen Ländern zielsicher mit Google-Unterstützung ihren Weg über die sog. Balkanroute nach Deutschland.

Es gab aber auch Zeiten vor Smartphone & Co; da gab es „nur“ diese schönen großen Tischapparate – und in vielen Ländern dieser Welt gab es gar keine Telefonleitungen (auch keine Wasser- und Stromleitungen). Wie hat man sich denn zu diesen Zeiten in solchen Ländern verständigt?

Arabische Städte („medina“) sind verschachtelt und verwinkelt angelegt; die Gebäude sind eng aneinander gesetzt. Dies hat einerseits den Vorteil, dass die heiße Sonne nicht so intensiv eindringen kann. Andererseits schützt die verwinkelte Bauweise vor Einblicken und neugierigen Blicken in den Privatbereich. Umgekehrt wiederum kann man bei diesem Eng-Aneinander-Wohnen eine schnelle Kommunikation „über die Mauer“ herstellen. Der Nachbar und die Nachbarin verstehen deutlich die Neuigkeiten von nebenan, die auf diese Weise schnell „von Haus zu Haus“ weitergegeben werden.

Zusätzlich bietet die enge Bauweise die Möglichkeit, sich schnell von Dach zu Dach zu bewegen. Von unten unsichtbar, läuft oben die Kommunikation.

Da man „von unten“ in der engen Gasse auch nichts von den „Dachgesprächen“ hören kann, wäre fast das Fernmeldegeheimnis gewahrt. So funktioniert „Telefon“ – zumindest im lokalen Nahbereich – eben anders, aber nicht weniger effektiv.

Erstellt am 29.01.2018 von

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