Eine Neuigkeit von bohn-finanz, Finanz-& Versicherungmakler Thorsten Bohn e.K.

Der Schlüssel zum Riester

Diese staatliche Förderung hilft bei der Altersvorsorge oder beim Kauf einer Immobilie. Der Zuschuss lohnt sich für jeden – allerdings sollte man wissen, wie man ihn bekommt. Die besten Tipps zur Riester-Rente.

Ob Schnäppchenjagd im Internet, Winterschlussverkauf oder Frühbucherrabatt – wenn es ums Sparen geht, sind die Deutschen ganz vorn dabei. Mitunter zum eigenen Nachteil, warnen die Verbraucherschützer. Denn so manches „günstige“ Angebot enthält versteckte Kosten.
Mitnahme-Mentalität ist gefragt

Umso mehr erstaunt es, dass bei einem anderen wichtigen Thema diese Tugend offenbar verlorengeht. Es scheint, dass viele Deutsche bei der eigenen Altersvorsorge vergessen, was sie in anderen Lebensbereichen gekonnt praktizieren. Zu jedem Riester-Vertrag gibt der Staat einen satten Betrag dazu – als staatliche Zulage und oft zusätzlich in Form von Steuerersparnissen. Und doch nehmen Jahr für Jahr Tausende Menschen diese Gaben nicht an – weil sie glauben, dass sich eine Riester-Rente für sie nicht lohnt oder weil sie vergessen, die ihnen zustehenden staatlichen Zulagen zu beantragen. Schade, schließlich lassen sie sich einen ordentlichen Batzen entgehen.
Wer früh beginnt, kann mehr Vorteile mitnehmen

Wer früh beginnt, kann mehr Vorteile mitnehmen

Laut Bundesarbeitsministerium haben mittlerweile 15,6 Millionen Deutsche einen Riester-Vertrag. Das ist eine kluge Entscheidung, aus mehreren Gründen. Zum einen hat eine kürzlich veröffentliche Studie anhand von Rechenbeispielen gezeigt, dass sich „Riestern“ für nahezu jeden lohnt. Durchgeführt haben die Studie mehrere unabhängige wissenschaftliche Institutionen wie etwa das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) und das Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften (IFA) in Ulm.

Ergebnis: Ganz gleich, zu welcher Alters- oder Einkommensklasse sie gehören, ob Mann oder Frau, mittelbar oder unmittelbar zulagenberechtigt – mit einer Riester-Rente treffen so gut wie alle Sparer die richtige Wahl. Ein Grund dafür: Riester-Verträge sind wahre Alleskönner.
Flexibler Alleskönner

Der Riester-Vertrag ist flexibler, als viele glauben. Grundsätzlich bekommt jeder, der sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, die staatliche Förderung von 154 Euro plus 300 Euro pro Kind, das 2008 oder später geboren wurde. Dazu muss der Riester-Sparer einen Monatsbeitrag in Höhe von vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Vorjahresbruttos einzahlen.

Wer bereits mit 24 Jahren oder früher einsteigt, bekommt einen einmaligen Bonus von 200 Euro im ersten Beitragsjahr. Auch wenn der Riester-Sparer einmal kein sozialversicherungspflichtiges Einkommen bezieht, gibt es die staatliche Förderung weiterhin. Bei Arbeitslosigkeit oder während der Elternzeit ist er mit fünf Euro im Monat weiterhin dabei und erhält die staatlichen Zulagen auf sein Riester-Konto – pro Kind, das ab 2008 geboren wurde, gibt es für den förderberechtigten Erwachsenen 300 Euro; für ältere Kinder 185 Euro.

Ist das Geld einmal so knapp, dass auch keine fünf Euro mehr übrig sind – kein Problem, dann wird der Vertrag kurzerhand beitragsfrei gestellt, der Sparer setzt bis zu ein Jahr lang aus, ohne dass ihm die bisher angesparte Summe verlorengeht.
Beiträge immer an Gehaltserhöhung anpassen

Aufpassen müssen Riester-Sparer bei einer Gehaltserhöhung: Sie zahlen nun auch mehr in ihren Riester-Vertrag ein. Werden nicht vier Prozent des Bruttogehalts des Vorjahres investiert, wird die Zulage entsprechend gekürzt. Um sich die volle Förderung zu sichern, sollten Riester-Sparer regelmäßig bei Änderungen im Leben – etwa Gehaltserhöhung, Hochzeit, Scheidung oder Geburt eines Kindes – die Hilfe von einem Vermögensberater in Anspruch nehmen. Er unterstützt sie bei der Beantragung der Zulagen und berechnet die monatliche Beitragshöhe.


Erstellt am 05.03.2013 von

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