Eine Neuigkeit von AMS-Kurztherapie

Transsexualität Transidentität

Begleitpsychotherapie für Menschen mit transsexuellem Hintergrund /
bei Transsexualität / Transidentität


Die Psychotherapie hat das Ziel, die Diagnose Transsexualität / Transidentität zu sichern, und den Betroffenen auf seinem Weg zu begleiten. Bei den Patienten handelt es sich um eine Diskrepanz zwischen dem im neuronalen Netz verankertem Geschlechtswissen, dem geschlechtlichen Wesen und dem tatsächlich vorhandenem Geschlechtskörper. Das Neuro-Genitale-Syndrom (NSG) zeigt sich in gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen zu eigenem, erlebtem, erfahrenem Geschlecht.
Diese Menschen haben ein ganz klares Wissen, welches Geschlecht sie haben, entweder Mann oder Frau, und niemals dazwischen. Sie sehnen sich, sie benötigen den eigene, stimmigen und funktionalen, geschlechtsangepaßten Körper.


Gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung, der Akademie für Sexualmedizin und der Gesellschaft für Sexualwissenschaft müssen zur Diagnose von Transsexualität / Transidentität folgende Kriterien erfüllt sein:

*die Person identifiziert sich tiefgreifend und dauerhaft mit dem Gegengeschlecht

* die Person hat ein anhaltendes Unbehagen bezüglich ihrer biologischen Geschlechtszugehörigkeit

* es besteht ein starker Leidensdruck und / oder die Person ist in ihren sozialen, beruflichen oder
anderen relevanten Funktionen stark beeinträchtigt


Bei der Transsexualität besteht:

1. der Wunsch, im anderen Geschlecht zu leben
2. das Gefühl des Unbehagens oder der Nichtzugehörigkeit zum eigenen Geschlecht
3. der Wunsch nach hormonelle und chirurgischer (gegengeschlechtlicher)
Behandlung


Obwohl die Transsexualität so alt ist, wie die Menschheit selbst, sind die Ursachen für weitestgehend unbekannt, und bislang wenig erforscht.
Wissenschaftler haben bestätigt, daß die Geschlechtsrolle bereits in den ersten drei bis fünf Lebensjahren festgelegt wird. Viele namhafte Forscher arbeiten mit Hypothesen, die genetische, hormonelle, physische, psychische oder soziale Faktoren als Ursache festlegen, so erscheint die Ursache der Transsexualität / Transidentität multifaktoriell bedingt: es gibt keinen einzelnen Faktor, der die o.g. bedingt.
Als widerlegt gelten bestimmte psychosoziale Ursachen für Transsexualität / Transidentität wie z.B. Erziehungsfehler, oder Elternwunsch ein Kind des anderen Geschlechts zu haben.
Neuere pränatale Forschung bestätigte, daß ein hormonelles Ungleichgewicht während der Embryonalentwicklung die Sexualhormone sowohl für die Ausbildung der Genitalien, als auch für die Ausbildung und Funktion des Gehirns beeinflussen. Demnach erscheint als sehr wahrscheinlich, daß ein Kind bereits zum Zeitpunkt seiner Geburt transsexuell bzw. transident ist.


Transsexualität bzw. Transidentität darf nicht als Krankheit verstanden werden, die „behandelt“ oder gar „geheilt“ werden kann.

Erstellt am 12.03.2018 von

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